All that remains, 2.0

April 6, 2011 under Zitate

It doesn’t matter, does it? We all end up in the same place. All that’s left is a wikipedia entry.

(Will Gardner, in The Good Wife, über das Sterben bzw. den Ort und die Art desselben)

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3 Responses to "All that remains, 2.0"

  • ElliPirelli sagt:

    Jetzt bin ich enttäuscht. Erhoffte ich mir doch eine Abhandlung über die Bequemlichkeit der Angehörigen, die kein Grab pflegen wollen, über die Unsitte, daß bei Beerdigungen keine Blumen mehr erwünscht sind, über Friedwälder und Friedparks, wo die Urnen am Fuß eines Baumes vergraben sind.

    Mich stört dies, es geht eine ganze Kultur verloren. Solange ich denken kann, lebten bei uns drei Generationen im gleichen Haus. Zeitweise waren es sogar 4 Generationen…
    Da wird sich gekümmert, aber auch gestritten, wie das eben so ist. Nicht so egoistisch, wie viele das angehen…

    Ich merk grad, daß ich mich reinsteiger, ich hör jetzt besser mal auf zu schreiben.

    Gruß, Elli

    • Ishtar sagt:

      Ich kann mir vorstellen, vage zumindest, woher Deine Perspektive kommt. Das hat zwar weniger mit dem Thema des Zitats zu tun, aber… fangen wir mal bei mir selbst an. Mein Vater wird kein Begräbnis haben, aus Gründen, und es wird nicht mal einen Grabstein geben – denn auf dem künftigen Grab meiner Mutter hat er nichts verloren, und auch sonst gibt es wenige, die sich an ihn in einer positiven Weise erinnern mögen.

      Ich ganz persönlich finde Friedwälder sehr schön und könnte mir das als Bestattungsversion für mich vorstellen – für mich hat Trauer und Gedenken nichts mit Blumen auf einem Grab zu tun, und ein hunderte Jahre alter Baum ist für mich ein besseres Symbol von Unsterblichkeit oder wenigstens Kreislauf allen Lebens als Grabbepflanzungen.

      Meine Mutter lebt 300 km von mir entfernt, meine Schwiegereltern 550 km. Ich wäre nicht in der Lage dort ein Grab angemessen zu pflegen; meine Mutter wünscht sich eine schlichte Bestattung in einem Wiesengrab. welchen Grund gäbe es also für mich, Konventionen zu pflegen die keiner von uns möchte und einhalten kann? Die schönsten Friedhöfe die ich in meinem Leben gesehen habe waren für mich die Parkfriedhöfe in Ontario, die aus grünen Wiesen und darin verteilten Grabmälern bestehen, Windlichter und Blumen optional. Die Geschmäcker und Kulturen sind verschieden.

  • Knutsen sagt:

    @ElliPirelli
    Hm, warum geht denn eine Kultur verloren? Es wird immer in Deutschland klassische Friedhöfe mit Gräbern geben sowie auch Familien, die unter einem gemeinsamen Dach leben, wo sich gezankt und gezofft, aber sicher auch zusammengehalten wird. Vielleicht haben sich die klassischen Gräber reduziert und es sind aktuell nicht mehr so viele wie noch vor 50 Jahren. Und vielleicht werden es in 50 Jahren auch nicht mehr so viele sein wie heute. Aber daß da eine Kultur verloren geht und ganze Friedhöfe aussterben, kann ich nicht sehen. Im Gegentum finde ich, daß mit Friedwäldern o.ä. eine Option hinzugekommen ist, die es vorher nicht gab. Es ist also eine neue Kultur am entstehen. Jedem das seine.

    Und egoistisch oder nicht… es kann auch innerhalb von (Generationen)Familien Egoismus geben, intern wie nach außen. Für mich ist das nur eine andere Form von Lebensweise, die mit Egoismus erstmal nichts zu tun hat.

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