U-Bahn- Asiafood – Stausee

November 11, 2007 under Träume

Aus meinem alten Traumtagebuch.

Ich renne um einen Zug zu erwischen. Ich weiss nicht genau wo er abfährt. Die Bahn fährt “in die Stadt” und es ist eine Art U- oder S-Bahnhof. Ich muss noch schnell etwas besorgen, und habe alles in Händen – einen riesengroßen Karton mit Müsli, eine Flasche irgendwas, einen dritten Gegenstand. Ich höre einen Zug einfahren und flitze zur Treppe, nur um zu sehen dass das die falsche Richtung ist – renne auf die andere Seite, wo gelassen ein älterer Typ vor einer Europalette mit Getränkedosen sitzt. Will der die jetzt in die U-Bahn verladen? Ich mache mir keine Gedanken wie er die die Treppe runter in die Bahn bekommt, aber es ist sonnenklar dass er damit die U-Bahn-Kioske beliefert.

Mit meinem Geraffel renne ich die Treppe runter, an der Wand beigefarbene Kacheln, erwische den Zug.

Schnitt.

Ich räume im Bad auf. Alles war raus, selbst die letzte Ecke wurde geputzt, jetzt lege ich eine dunkelrote Gummimatte links neben die Badewanne, die bis zur Toilette reicht, und habe noch zwei Matten zum Auslegen – eine beigefarbene Standardbadmatte und ein großes weisses flauschiges Handtuch. Urplötzlich schwappt eine Welle von Wasser sprudelnd aus dem Waschbecken. Ich bin nass, das Bad steht unter Wasser und meine Mutter brüllt mich an, was zum Teufel ich jetzt wieder gemacht hätte, ich solle die Schweinerei beseitigen. Click here to read more.. »

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Bergflucht

November 10, 2007 under Träume

Heute Nacht habe ich zum ersten Mal seit langem wieder nachvollziehbar bildhaft geträumt und kann mich dran erinnern.

Ich bin mit meinem Vater unterwegs im Hochgebirge, in einem Auto, so etwas ähnliches wie ein schwarzer Celica. Wir machen einen Ausflug auf einen Berg an dem ein Fluß entspringt, der für ihn eine mythische Bedeutung hat. Sinngemäss ist es die Fulda und irgendwo bei Kassel, aber die Umgebung ist eher Rocky Mountains / Hochalpen. Wir kommen an einen Aussichtspunkt mit einem großen Hotelkomplex. Nach einigem Herumlaufen wollen wir weiter, er hat Bauchschmerzen und will nochmal aufs Klo. Ich denke, keine schlechte Idee und tappere Richtung Sanitärtrakt. Dort lande ich in einem wahren Labyrinth, das am Eingang zum Berg-Spa beginnt, gewundene Gänge, eine Kasse die Spa-Eintritt will aber mich ignoriert, ich komme an Duschen vorbei, unter den Abtrennungen sind nackte haarige Beine zu erkennen, Dampf strömt heraus und ich denke wie peinlich es wöre jetzt irgendwem zu begegnen dem nackt vor mir steht. Irgendwo muss doch auch mein alter Herr eine Toilette gefunden haben…

Schließlich finde ich eine Nische in der ein Gang zu den WCs abgeht, links Herren, rechts Damen. An zwei der Damentoiletten befindet sich ein rotes Symbol das für *Blut* steht – wie geschmacklos.

Wenig später warte ich im Bistrorant auf meinen Vater und begegne einer alten Schulfreundin, Charlotte. Ich weiss dass wir 50 km von ihrem Wohnort entfernt sind und biete ihr an sie mitzunehmen, wenn ich auch gewisse Zweifel habe, dass es auf dem Rücksitz des Celica allzu gemütlich ist. Sie druckst herum und ziert sich, ihre Eltern seien den ganzen Tag in Hann-Münden, aber nein, sie wolle nicht mit. Gut, denke ich, dann eben nicht.

Urplötzlich befinde ich mich an einem Bergabhang, mein Vater wil bergab klettern und ich mache mit. Der Hang ist steil, wildes stacheliges Gestrüpp, unterbrochen von nackter grauer Felswand und rotem Backstein. Wir hangeln uns an maroden Seilen entlang, rutschen immer wieder ab. Ich stürze einige Meter nach unten, alles schmerzt. Mein Vater ist mir weit voraus und läuft vor. Ich komme an einem Absatz an, Waldboden, ein Waldstück, vor mir ist ein tief eingeschnittener Pfad, es regnet, buntes Laub rieselt herab, und ein Schwall Wasser kommt geradezu als Wasserwand durch den Hohlweg auf uns zugeschossen.

Ich rufe meinem Vater zu dass wir uns beeilen müssen, weil wir sonst den Wasserlauf noch mehrere Male überqueren müssen, da dieser sich um den Berg windet. Wenig später stehe ich bis zu den Knien in strudelndem Wasser, kämpfe mich mühsam vorwärts. Vor mir scheint ein kleiner Ort zu liegen. Ich erreiche festen Boden, eine Straße, irgendwo da vorn muss mein Vater sein.

Lautes Geschrei und ein bläuliches Blitzen bringen mich zum Stoppen. Zwischen zwei alten, halb abgerissenen Gebäuden mit Fachwerk liegt ein umgekippter Kran/Bagger, im Führerhaus versucht jemand verzweifelt, dem Schicksal des Zerdrücktwerdens zu entkommen. Mittlerweile tobt rund um uns der Sturm. Wie in Zeitlupe sehe ich den Bagger/Kran zwischen den Häusern nach unten krachen, er reisst eine Leitung herab, ein Gleissen geht über den Himmel, weiss-blau, dann wirft mich etwas von den Füßen.

Gespenstische Stille. Jemand redet mit mir, ich kann es hören, aber ich kann mich nicht bewegen. Ich liege im Wasser das um mich spült, meine Finger kribbeln und werden von kleinen blauen Lichtern umspielt, ein elektrisches Leuchten und Prickeln, ich weiss dass mich ein Stromschlag getroffen hat und mir nur noch sofortige erste Hilfe das Leben retten wird, aber mein Gegenüber hält mich schon für tot…

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Barcelona im Zug

Oktober 18, 2007 under Träume

Ich fahre mit einem Nachtzug nach Barcelona, ich glaube von Karlsruhe aus. T. muss noch arbeiten und will am nächsten Tag, genau einen Zug und Tag später, nachkommen. Ich steige aus dem Zug und ohne auf eine Karte zu schauen laufe ich zu dem Hotel das ich gebucht habe, einem kleinen modernen bunten Kasten irgendwo in einer Seitenstraße hinter den Ramblas. Die Umgebung ist eher Hamburg als Barcelona.

Ich checke ein und gehe wieder raus, will einen Kaffee trinken. Direkt um die Ecke ist die Placa de Catalunya, und mitten auf der Placa stehen Statuen von Joan Miró, die natürlich im RL entweder woanders stehen oder gar nicht existieren. Ich linse um die Ecke um zu sehen ob die schöne alte Konditorei, in der ich vor fast 20 Jahren (im RL) einmal war, noch existiert, und tatsächlich, sie ist noch da, samt alten Jugendstilfenstern und pan chocolat. Vor der Tür stehen hölzerne Bänke und Tische. Ich lasse mich nieder und schreibe konzentriert Notizen mit einem weißen Stift auf mein glattes schwarzes Hosenbein. Click here to read more.. »

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Bücher, Schiffe, Huntington

Oktober 14, 2007 under Träume

Aus meinem alten Traumtagebuch.

Ich gehe durch den Untergrundteil der Frankfurter Zeil, hell erleuchtete Bewegungsbänder, Rolltreppen, fast gleissendes Weiß. Irgendwo sehe ich einen gläsernen Aufzug in dem aufgetürmt große Folianten liegen, sehr alte Bücher mit Leinen- und Lederprägungen. Jemand hat mit schwarzem Filzschreiber darauf Graffitis, verschnörkelte Texte und Symbole gemalt. Ich frage mich was das ist. Ich steige auf ein Transportband neben dem eine schmale sehr steile Rolltreppe nach oben führt, die sonnengelb umrandet ist. Sie hat eine Art Fächer, in die man etwas legen kann. Mir wird klar, dass hier nicht Einkäufe befördert werden sondern Bücher zur darübergelegenen Bibliothek. Ich kann einfach meinen Stapel hineinpacken und er geht automatisch durch eine Erfassungsschleuse und wird zurückgebucht.

Schnitt.

In einer Untergrundschnellbahn fahre ich zur nächsten Haltestelle. Steige aus, betrachte mir von einer Art Hochbahnhaltestelle die Umgebung. Es ist Nacht, überall liegen riesige Schiffe um mich vertäut, die Haltestelle liegt in einem Hafen. Von den Schiffswänden und Containern reflektiert die Nacht blaue Schatten mit hellroten Leuchtpunkten, es sieht gespenstisch aus. Ich muss dringend meine Bahn zurück erwischen, ich bin mit einer Art Fähre hier, die aber auch ein Kreuzfahrer ist. In der Bahn zurück unterhalte ich mich angeregt mit einer jungen Asiatin.

Schnitt.

Im Schiff, ein Wartesaal, der wie ein altes Kino wirkt, mit roten Plüschsesseln und Bänken. Ein älterer Asiate im dunklen Anzug schaut mich vorwurfsvoll-herablassend an. Habe ich mich irgendwie unangemessen verhalten? Vielleicht eine kulturelle Fehlinterpretation. Die Passagiere im Wartesaal starren auf einen Panoramabildschirm auf dem die Fahrt die vor uns liegt zu sehen ist, der nächste Andockpunkt nähert sich bereits.

Als alle von Bord gegangen sind, sehe ich, dass auf den Sesseln und Bänken bzw. davor kleine Plaketten angebracht sind. Ich habe auf einem Bänkchen gesessen, das mich sinngemäß als das Besitztum eines Mädchenverleihers aus Kanton bezeichnet. Hat der Alte mich für eine Hure gehalten? Click here to read more.. »

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