Kooperationspartner gesucht

Juni 28, 2011 under Web 2.0

“Kooperationspartner” ist das neue Schwarz. Liebe Webmarketing-SEO-Fuzzeln, ich kann’s nicht mehr hören respektive lesen.

… sind wir auf der Suche nach geeigneten Kooperationspartnern…

…könnten wir uns eine Kooperation mit Ihnen vorstellen…

wiktionary definiert Kooperation als “Zusammenbringen von Handlungen zweier oder mehrerer Personen (Systeme), sodass die Wirkungen der Handlungen zum Nutzen aller dieser Personen (Systeme) führen”. Komischerweise erklärt mir nur nie jemand den Nutzen dieser Kooperation für mich. Haben die alle nicht gelernt wie man was richtig verkauft? Anscheinend nicht.

Heute reichte es mir dann mal wieder, als mich diese Mail erreichte:

Hallo Frau Hildebrandt.

Ich bin gerade auf Ihren Internetauftritt http://www.foodfreak.de/ gestoßen.

Da wir gerade auf der Suche nach geeigneten Kooperationspartnern sind, ist Ihre Webseite vielversprechend für uns.

Damit Sie auch wissen, mit wem Sie es zu tun haben: (xxxxxxx) ist eine Agentur für Online Marketing. Unter www.(xxxxxx).de finden Sie ausführliche Informationen zu uns.

Wir würden uns freuen möglichst bald von Ihnen zu hören. Entweder per eMail unter seo-fritze@(xxxxxx).de oder telefonisch unter der unten angegebenen Telefonnummer.

Schöne Grüße
SEO-Fritze

Seriously?

Meine Antwort:
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Don’t worry. It’s all my fault.

März 23, 2011 under Web 2.0

So I unfollowed you, and you are crying shame and wondering, why on earth did I do that?

Don’t despair: it is all my fault.

Seriously.

I have unfollowed you, because

  • I am too dumb to make use of the untold opportunities you and your business would have offered me on twitter
  • I am communicationally challenged, which is why I don’t get you retweeting a gazillion tweets of people I have never heard of and will never care about, who gave their insights and timeless questions to you, which you now in your wisdom have decided to share with me and the world
  • I am a dork, and don’t have the slightest interest in optimizing my body parts, finding your perfect diet solution or shopping for fashionable clothes on your account
  • I don’t have a penis (sorry, I don’t see how you can fix _that_)
  • My humor is off, which is why I don’t get your jokes
  • I suffer from OCD, which is why I expect people to actually tweet something to keep them in my timeline
  • I am one of the environmentally aware nutcases, who insist that owning an iPad doesn’t mean you can’t be against nuclear power, even if I don’t have all the answers
  • I am easily offended by idiots
  • I am an antisocial monster who doesn’t care for anyone but herself, since I give a rat’s ass about people who use twitter to ask for comfort and consolation on a regular basis, I am so cold I even won’t give in to emotional blackmail and constant whining and self-pity.
  • I am a cheapskate – I won’t give my blood, donate organs, bone marrow or anything valuable to any cause raised over twitter
  • For crying out loud, I am so uncool I really don’t see the beauty in your check-in status from Gowalla or Foursquare, how oldfashioned can one person be?
  • You pissed me off, which means my coping skills are below par and I have poor judgement
  • I hate any kind of evangelism and object to it strongly, making me a pitiful heathen.
  • I am bored.

See? It’s all in my head.

So sleep well and feel proper without me reading your timeline. You won’t be missed.

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Bücherhallen – Katalog-Fail

Dezember 10, 2010 under Autoren und Bücher, Leben, Web 2.0

Zu den Features die das Leben mit den Hamburger Öffentlichen Bücherhallen halbwegs angenehm machen, gehört seit einiger Zeit ein ebenso halbwegs bedienbarer Online-Katalog. Das tröstet dann zwar nicht über die im Bundesvergleich hohen Gebühren hinweg, und auch nicht über Schliessungen von Bücherhallen (immerhin hat man sich bemüht an einigen Stellen neue, moderne Bücherhallen an gut zugänglichen Standorten anzulegen), aber zumindest kann ich vom heimischen Schreibtisch aus schon mal schauen was in den einzelnen Stadtteilbibliotheken steht, und wo ich hinfahren muss um es abzuholen, wenn ich nicht 1,50 Euro Vormerkgebühr dafür bezahlen will über 1 Woche drauf zu warten dass der Transporter der Bücherhallen das Buch oder Medium von A nach B bringt (oder länger, falls das Objekt der Begierde noch ausgeliehen und/oder von weiteren Nutzern vorgemerkt ist).

Nachdem ich aus diversen Gründen gerade eine PS3 ersteigert habe, wollte ich mir gern ein oder zwei Spiele darauf ansehen. Eins der Spiele die mich dabei reizen, Sacred 2, und auch Elder Scrolls: Oblivion, warf die Bestandsanzeige des Katalogs heute so aus:


Logischer Schluss: Es gibt 5 Exemplare, wovon zwei, das in Dehnhaide und Mümmelmannsberg, verfügbar und nicht entliehen sind. Da an der Dehnhaide eine “Jugendbibliothek” besteht, und das von hier nicht allzu weit weg ist, habe ich mich dorthin vorhin aufgemacht und mich umgesehen. Es gab so einiges, aber keine (!) Konsolenspiele. Also fragte ich an der Information (nachdem der lokale Katalog noch einmal bestätigte dass es *hier* einen momentan entleihbaren Bestand dieses angeforderten Mediums gebe) und wurde beschieden:

Nein die haben wir schon lange nicht mehr, die sind in den Bestand der mobilen Jugendblibliothek übergegangen.

Die mobile Jugendbibliothek aka HOEB4U (warum geht das nicht deutschsprachig?) hat einen eignen Eintrag in den Datenbanken der HÖB, unter anderem sitzt die Zentrale der HOEB4U in Altona.

An der Stelle war ich schon mal sehr begeistert… zu Hause angekommen habe ich mir dann ein Exemplar des genannten Spiels online reserviert und in meine nächst gelegene Bibliothek bestellt. Dabei bekam ich die Auskunft, dass drei Exemplare verfügbar, davon 3 ausgeliehen und 3 zum Vormerken tauglich seien. Und nun schauen wir uns die Liste da oben nochmal an.

Wo ist hier der Fehler?

Für den Umbau der Bücherhallen in dem Gebäude am Hühnerposten einschliesslich automatisierter Rückgabe, die Unsummen gekostet haben muss, haben wir als Gebühren- und Steuerzahler geblutet; zum Glück ist ein ursprünglich geplanter erneuter Umzug der Zentralbibliothek (wahrscheinlich die einzige Arbeits- und Präsenzbibliothek die Toiletten mit Münzeinwurf betreibt) in die Hafencity erst mal abgewendet. Und sie sind nicht in der Lage ihren Katalog so zu pflegen, dass keine Phantom-Items darin auftauchen, weil irgendwann mal irgendwer was von einem auf einen anderen Standort umgebucht hat?

Setzen, sechs. Das kann ja sogar ich mit einer FileMaker-Datenbank besser.

Und weil ich mich bei der Gelegenheit ausführlich umgesehen habe, werde ich in den kommenden Monaten auch Kurzbeschreibungen der einzelnen Bücherhallen in Hamburg schreiben. — Stay tuned.

Warum ich nicht…

September 19, 2010 under Web 2.0

David Rowan, britischer Herausgeber des WIRED Magazine, lässt sich in einem Blogartikel darüber aus warum er nicht auf Facebook zu finden ist. Seine 6 Gründe, kurz zusammengefasst:

  1. Privatwirtschaftliche Unternehmen haben nicht ‘mein’ Interesse als vorderstes Ziel (oder überhaupt als Ziel),
  2. Persönliche Angaben in social networks erschweren es, “sich selbst neu zu erfinden”,
  3. Daten die man für einen Zweck eingibt werden unweigerlich für einen anderen verwendet werden…
  4. … und es ist wahrscheinlich das sie gegen einen selbst eingesetzt werden;
  5. Menschen sind blöd und geben mehr preis als sie wollen,
  6. und überhaupt, warum sollten wir Unternehmen unseren Austausch mit anderen “privatisieren” lassen?

Zunächst mal: mich interessiert nicht die Bohne warum jemand Facebook benutzt oder nicht benutzt. Auch nicht wenn er für Wired arbeitet. Es gibt für beides Gründe sehr verschiedener Art, die auf ihre Weise Berechtigung haben, und Datenschutz- und Privacy-Bedenken sind nun wahrlich nicht neu, ebensowenig wie die Erkenntnis dass Unternehmen die einen Service umsonst anbieten damit Geld verdienen wollen.

Warum setzt sich ein Wired-Editor hin und schreibt so eine Liste? Ich mag keine Evangelisten. Wenn er FB nicht benutzen will, bitte, prima. Und weiter? Wenn Rowan etwas mehr als allgemeine Platitüden zur Frage des Stellenwertes von Social Networks im Leben des 21. Jahrhunderts aufbieten kann, höre ich ihm auch gern zu.

Ansonsten warte ich auf eine Artikelserie im Stil von: warum ich nicht in die Oper / ins Kino gehe; warum ich keine Bücher bei Amazon kaufe; warum ich nicht auf britischen Strassen Auto fahre, warum ich kein Fastfood esse… etc. pp. Auch dafür gibt es gute Gründe. Ausgerechnet der digitalen Community Datenschutz und privacy issues und Kommerz unter die Nase zu halten ist selbstgefälliges preaching to the choir. Und Vergeudung seiner wie meiner Lebenszeit noch dazu.

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Dann geh doch zum Buchladen – Amazon und die Folgen

Juni 13, 2009 under Autoren und Bücher, Web 2.0

Zwei Monate ist es jetzt her, dass ein Aufschrei durch die Webwelt ging, weil – offenbar durch einen technischen Glitch, Hacker, oder bodenlose Dummheit – bei Amazon.com Literatur zu Themen wie Homosexualität ganz plötzlich aus der Buchsuche verschwand. Wie viele andere auch habe ich das sehr skeptisch verfolgt.

Unter dem Artikel des Focus zum Thema las ich dann folgenden Kommentar:

Kommentar beim Focus zu Amazon-Zensur

Kommentar beim Focus zu Amazon-Zensur

Das Kommentieren von Kommentaren dieser Art ist im allgemeinen Lebenszeitvergeudung. Ich habe das Thema lieber erst mal sacken lassen, als mir klar wurde, dass ich das Problem auf drei Ebenen betrachten muss: Als Kunde, der Bücher kaufen möchte; als Autorin bei der Suche nach Material / Recherche, und als Autorin die Bücher verkaufen will.

Fangen wir mal mit der Sicht eines Kunden an. Theoretisch macht es für mich keinen Unterschied ob ich ein Buch bei Amazon kaufe oder bei meinem lokalen Buchhandel. Immerhin habe ich einen Buchhandel um die Ecke, der ebenso fix von Libri beliefert wird wie ich per DHL von Amazon. Praktisch allerdings sieht die Sache ganz anders aus.

Praktisch bedeutet für mich Bücher kaufen vor allem erst mal mich über Bücher informieren und feststellen was es gibt – wenn ich die Chance habe, Rezensionen dazu zu lesen, um festzustellen ob ich bestimmte Lektüre tatsächlich kaufen will.

Beispiel Kochbücher: da gibt es gute, weniger gute… Ein Blick in die Kochbuchregale verschiedener kleiner und großer Buchhandlungen liefert mir immer und immer wieder dasselbe Material, das was von den großen Verlagen gerade angeboten und marketingtechnisch begleitet wird. Und ich kaufe meine Kochbücher meist lieber auf Englisch, aus vielen Gründen. Was mich zum zweiten Problem bringt – der Recherche.

  1. ist meine Buchhandlung kein Kochbuchexperte, ich dafür schon
  2. muss ich englischsprachige Titel dort mühsam ordern
  3. kann ich nur kaufen wovon ich weiss. Wenn ein Händler wie Amazon bestimmte Bücher nicht führt sind sie also für mich wie für den Markt quasi nicht existent.

Ausprobiert habe ich das am Beispiel Kochbücher über die Küche Malaysias und Singapurs. Egal welchen Web-Buchhändler oder welches Buchverzeichnis ich bemühe, es ist nur sehr wenig dazu zu finden. (Fündig geworden bin ich bei einem Asiatika-Buchspezialisten in Singapur, aber das nur am Rande).

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Reddit ist doof

Februar 10, 2009 under Web 2.0

In der Rubrik Web 2.0 will ich nach und nach ein paar Notizen zu Social Irgendwas-Seiten loswerden. Den Anfang macht Reddit.com.

Was genau ist und was macht reddit.com? Zunächst mal: reddit.com ist eine Seite bei der Nutzer irgendwelche Beiträge aus dem Web, aus Blogs oder von Nachrichtenseiten, Videos von Videodiensten. oder Bilder einreichen. Gleichzeitig kann man sich durch die Funde anderer Nutzer klicken und dabei bewerten was einem gefällt oder nicht.

Und was hab ich davon?

Die Idee ist, dass einem Reddit nach einer Weile nach den eigenen Präferenzen News vorschlägt, die einen interessieren könnten. Also im weitesten Sinne ein recommendation system. (Warum solche Systeme, selbst wenn sie professioneller und besser gemacht sind als das was reddit.com betreibt, grundlegende Denkfehler und Probleme haben, kann man übrigens hier nachlesen – ein Artikel den ich bei reddit eingereicht habe.)

Dienste wie reddit sind nicht neu, da gibt es zum Beispel auch digg.com, das ähnlich funktioniert.

Ich habe mich nur aus Neugier mal angemeldet um zu sehen wie das funktioniert und was ich persönlich davon habe. Die Antwort ist einfach: nichts.
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Selbst- und Fremdpromotion mit Social Services

April 11, 2008 under Schreiben, Web 2.0

Ich bin aus vielen Gründen sehr sparsam was meine Teilnahme an so genannten sozialen Netzwerken im Internet angeht – das beginnt mit vergleichsweise profanen Datenschutzfragen und endet nicht bei Probleme wie etwa dem Fehlverhalten von Yahoo! in Sachen China oder Flickr im Umgang mit unnötiger Zensur, oder einfach dem Problem, dass viele social networking Sites von dem leben, was Don Alphonso so schön griffig als AAL bezeichnet – user generated content und meritocracy heisst meist nichts anderes als Andere Arbeiten Lassen (und damit abkassieren wollen).

Bei Daniel Miessler bin ich aber kürzlich über einen seiner Texte gestolpert, die mich ernstlich überlegen lassen, mich bei Diensten wie digg oder oder reddit anzumelden. Er gibt in seinem Blogeintrag It’s Not Wrong to Create and Submit Your Own Content. In Fact, it’s Necessary zu bedenken

But even more important than asking readers to appreciate self-submitted content is the call for people to write and submit their own. Nothing limits the quality of what we read more than the idea that it’s socially unacceptable to self-submit.

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KNOL

Dezember 15, 2007 under Web 2.0

Ich glaube es ist an der Zeit dass ich Google and the Myth of Universal Knowledge. A View from Europe lese (deutsch eher untreffend als Googles Herausforderung. Für eine europäische Bibliothek veröffentlicht).

Heute bei der BBC zu lesen:

Google has kicked off a project to create an authoritative store of information about any and every topic.

Kein Scherz. Während heute noch Google hauptsächlich auf die Wikipedia linkt, wenn es um lexikalisches Wissen geht (was so manchen bereits von Weltverschwörungstheorien und der Forderung nach einer Zerschlagung von Google phantasieren lässt), will sich Google nun endgültig den Titel als Verwalter allen Wissens ™ sichern.

Weiter die BBC:

By indexing the web, Google strives to make information more easily accessible. However, wrote Mr Manber, not all the information on the web was “well organised to make it easily discoverable”.

By getting respected authors to write about their specialism Google hopes to start putting some of that information in better order.

The system will centre around authored articles created with a tool Google has dubbed “knol” – the word denotes a unit of knowledge – that will make webpages with a distinctive livery to identify them as authoritative.

Google sagt mir in Zukunft also nicht nur, was ich zu einem Schlagwort finde, sondern bewertet das auch gleich praktischerweise für mich, ob es “authoritative” sei. Vielen Dank, Google, aber die Bewertung von Quellen möchte ich bitte immer noch selbst vornehmen, und mir nicht von einer Expertokratie von Googles Gnaden erklären lassen, was wichtig ist und Gültigkeit hat und was nicht. Ich habe ein Gehirn und gedenke es zu benutzen.

Es gibt Alternativen zu Google, wenn auch nicht so komfortabel. Ask.com bietet seinen Nutzern seit kurzem sogar einen Dienst an, der ihre Surf-Spuren löscht:

At Ask.com, we believe that you as a user should have the power to control the usage of your search history. When enabled, AskEraser will completely delete your search queries and data from Ask.com servers, including: your IP address, User ID and Session ID cookies, as well as the complete text of your search query–all within a matter of hours.

Im deutschsprachigen Web bringt seekport.de auch mal andere Suchergebnisse als The Big G. Und wenn gar nichts anderes geht, gibt es immer noch den Scroogle Scraper, der Google abfragt, aber alle Cookies und Suchanfragen binnen 24 h löscht.

Das grundlegende Problem eines Webmonopols für Wissen wird davon allerdings nicht berührt…

Networking unloaded

Dezember 10, 2007 under Web 2.0

Schon seit langem beäuge ich das Gehabe sozialer Netzwerke vom Typ Facebook, Myspace, Orkut, XING und wie sie alle heissen mit Sorge. Natürlich bin ich im Web auffindbar und es gibt bereits heute mehr Infos über mich im WWW als mir lieb sein kann, und natürlich bin ich daran selbst schuld. Aber man muss es den Datenkraken ja nicht noch gezielt in den Rachen werfen. Nach und nach habe ich mich aus allem herausgenommen bei XING, mein Profil so weit es ging auf Paranoia-Modus gesetzt. Es ist eine komische Sache… das Online-Adressbuch (als solches verstehe ich XING primär, weniger als Social Network, das kann ich anders haben) ist so eine schöne Sache zum Auslagern von Infos, die sich im Idealfall dank der Arbeit der Kontakte auch noch selbst aktuell hält.

Dennoch… ich möchte mit den Magenschmerzen, die mir der Umgang von XING mit den Nutzerdaten bereitet, nicht länger leben. Gründe dafür kann man beispielhaft hier lesen. Zu meinen Zielen für die nächsten 18 Monate gehört, mich von derlei Diensten unabhängiger zu machen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das kann hier und da heissen Daten einfach anders zu sichern, ein analoges, handgeschriebenes Moleskine-Adressbuch zum Beispiel, oder auch ein Backup meiner Adressdaten vom Rechner an einen sicheren Ort, ohne dass jemand darauf zugreifen kann den sie nichts angehen.

Ein Vorteil beim Übertrag aus dem handgeschriebenen Adressbuch (das ich ohnehin wegen Passwörtern und ähnlichem pflege) ist, dass altes Gerümpel regelmässig rausfliegt wenn ich das Ding überarbeite. Bei meinen handgeschriebenen Adressen frage ich mich ernstlich, ob ich die Person in diesem Leben noch einmal treffe, oder treffen oder kontaktieren will, oder sie mir sonst irgendwie wichtig ist. Die digitalen Adressbücher blähen sich auf, es macht ja nichts wenn man die Kontaktleichen weiter mitschleppt…

Simplify your life, oder so. Die digitale Revolution frisst ihre Kinder.

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Noch 24 Stunden

Juni 19, 2007 under Web 2.0

Eigentlich hatte ich in den letzten Tagen was anderes machen wollen… eigentlich sollte ich an einem Projekt arbeiten dem ich um Wochen hinterherhinke… eigentlich. Eigentlich wollte ich zu der Flickr-Geschichte Abstand nehmen, abwarten und Tee trinken, wie man so schön sagt. Eigentlich habe ich mir selbst den 10. Juli als entgültigen Entscheidungstermin in Sachen Flickr gesetzt – eigentlich…

To all my friends

Statt dessen habe ich seit Samstag wenig anderes getan als Flickr-Diskussionsforen zu lesen, dort zu kommentieren und Usern zu erklären was vorgefallen ist und warum sich Flickr-Deutschland (oder doch zumindest der denkende Teil davon) so aufregt, Blogs zu lesen, und mich intensiv nach Alternativen umzusehen. Als mich dann gestern eine gute Freundin fragte, was sie nun mit ihrem Flickr-Account machen solle, mich um meine Meinung fragte, wurde mir klar, dass das mit dem 10. Juli theoretisch sehr schön ist und den Flickrites genug Zeit gibt sich zu äußern – aber das die Entscheidung im Inneren längst gefallen ist.

Flickr war für mich seit 2004 eine super Community; mit Flickr habe ich wieder Spaß am Fotografieren gefunden, viele atemberaubend schöne Bilder gesehen, eine Menge über Fotografie und Technik gelernt, wahnsinnig freundliche Menschen kennengelernt, ich habe andere zum Fotografieren animiert, mich ausgetauscht, Spaß gehabt. Flickr war für mich ein zweites Zuhause. Das alles, diese Community, das muss man ganz klar sagen, ist immer noch da, egal ob nun Yahoo! auf dem Etikett steht oder ich mir nackte Körper ansehen darf oder nicht. Aber meine Einstellung zu Flickr hat sich geändert.
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