
Vollmundig kündigte Flickr gerade seinen deutschen Usern (und einigen anderen) an, dass es nun tolle Neuerungen gäbe, etwa Flickr auch in Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Koreanisch, Chinesisch, Portugiesisch und Italienisch. Von der fragwürdigen Qualität der Übersetzung (will ich mich wirklich von einem Webdienst den ich seit Jahren nutze Siezen lassen im Web 2.0?) mal abgesehen hat die Sache einen kleinen Schönheitsfehler. Verschwiegen haben die Burschen dabei folgendes:
Benutzern aus Deutschland, Singapur, Hongkong oder Korea zeigt Flickr laut FAQ Fotos, die als “moderate” (“mittel”) oder “restricted” (“eingeschränkt”) markiert sind, nicht mehr über die Suchfunktion an: “Wenn Sie eine Yahoo-ID aus Singapur, Deutschland, Hongkong oder Korea verwenden, können Sie aufgrund der dortigen Geschäftsbedingungen die sichere Suche nicht abschalten. [...] Die Filter für die sichere Suche greifen auch dann, wenn Sie sich auf Flickr bewegen. Wenn Sie beispielsweise auf ein Foto stoßen, das nicht in Ihre Einstellungen passt, werden Sie dieses Foto nicht sehen. (Wenn Sie angemeldet sind, werden Sie nach einer Warnung trotzdem das Foto sehen können, außer, wenn der Inhalt ‘eingeschränkt’ ist und Sie unter 18 Jahre alt sind).” – Quelle: heise.de
Begründen tut Flickr dieses Vorgehen damit, dass die lokalen Gesetze es verbieten dass ein Internetanbieter entsprechenden Content (es geht u.a um Aktfotos!) in den jeweiligen Ländern öffentlich macht.
Das führt zu absurden Situationen wie der, dass User ihre eigenen Bilder, die sie nach Flickr-Richtlinien als ‘unsafe’ oder ‘restricted’ getaggt haben, nicht mehr sehen können, oder Gruppen-Admins ihre Gruppen nicht mehr richtig moderieren können, weil sie nicht alle eingestellten Bilder sehen!
Und natürlich können auch andere sie nicht sehen…
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