Wasserturm im Friedhof Ohlsdorf

Februar 3, 2012 under Fotografie

So recht mochte ich mich heute morgen bei winterlicher Kälte nicht aufraffen, um mit dem Liebsten raus zu gehen und einen Geocache zu suchen. Angesichts strahlend blauen Himmels habe ich dem inneren Schweinehund dann aber mit Hilfe von Schal, Mütze und langer Unterhose getrotzt, und es nicht bereut. In der Nacht hat Frau Holle bei -15°C einen Hauch fluffig-lockere Schneeflocken auf die Stadt gelegt, die wie Feenstaub im Widerschein der Sonne glitzernd von den Bäumen wehten.

Im Winter, wenn es relativ ruhig ist, hat der Parkfriedhof eine ganz besonders schöne Atmosphäre.

Mit dem Smartphone habe ich dann noch einen ‘Klassiker’ des Friedhofs eingefangen, den alten Wasserturm an der Cordes-Allee.

Wasserturm, Ohlsdorf

Bücherhallen – Katalog-Fail

Dezember 10, 2010 under Autoren und Bücher, Leben, Web 2.0

Zu den Features die das Leben mit den Hamburger Öffentlichen Bücherhallen halbwegs angenehm machen, gehört seit einiger Zeit ein ebenso halbwegs bedienbarer Online-Katalog. Das tröstet dann zwar nicht über die im Bundesvergleich hohen Gebühren hinweg, und auch nicht über Schliessungen von Bücherhallen (immerhin hat man sich bemüht an einigen Stellen neue, moderne Bücherhallen an gut zugänglichen Standorten anzulegen), aber zumindest kann ich vom heimischen Schreibtisch aus schon mal schauen was in den einzelnen Stadtteilbibliotheken steht, und wo ich hinfahren muss um es abzuholen, wenn ich nicht 1,50 Euro Vormerkgebühr dafür bezahlen will über 1 Woche drauf zu warten dass der Transporter der Bücherhallen das Buch oder Medium von A nach B bringt (oder länger, falls das Objekt der Begierde noch ausgeliehen und/oder von weiteren Nutzern vorgemerkt ist).

Nachdem ich aus diversen Gründen gerade eine PS3 ersteigert habe, wollte ich mir gern ein oder zwei Spiele darauf ansehen. Eins der Spiele die mich dabei reizen, Sacred 2, und auch Elder Scrolls: Oblivion, warf die Bestandsanzeige des Katalogs heute so aus:


Logischer Schluss: Es gibt 5 Exemplare, wovon zwei, das in Dehnhaide und Mümmelmannsberg, verfügbar und nicht entliehen sind. Da an der Dehnhaide eine “Jugendbibliothek” besteht, und das von hier nicht allzu weit weg ist, habe ich mich dorthin vorhin aufgemacht und mich umgesehen. Es gab so einiges, aber keine (!) Konsolenspiele. Also fragte ich an der Information (nachdem der lokale Katalog noch einmal bestätigte dass es *hier* einen momentan entleihbaren Bestand dieses angeforderten Mediums gebe) und wurde beschieden:

Nein die haben wir schon lange nicht mehr, die sind in den Bestand der mobilen Jugendblibliothek übergegangen.

Die mobile Jugendbibliothek aka HOEB4U (warum geht das nicht deutschsprachig?) hat einen eignen Eintrag in den Datenbanken der HÖB, unter anderem sitzt die Zentrale der HOEB4U in Altona.

An der Stelle war ich schon mal sehr begeistert… zu Hause angekommen habe ich mir dann ein Exemplar des genannten Spiels online reserviert und in meine nächst gelegene Bibliothek bestellt. Dabei bekam ich die Auskunft, dass drei Exemplare verfügbar, davon 3 ausgeliehen und 3 zum Vormerken tauglich seien. Und nun schauen wir uns die Liste da oben nochmal an.

Wo ist hier der Fehler?

Für den Umbau der Bücherhallen in dem Gebäude am Hühnerposten einschliesslich automatisierter Rückgabe, die Unsummen gekostet haben muss, haben wir als Gebühren- und Steuerzahler geblutet; zum Glück ist ein ursprünglich geplanter erneuter Umzug der Zentralbibliothek (wahrscheinlich die einzige Arbeits- und Präsenzbibliothek die Toiletten mit Münzeinwurf betreibt) in die Hafencity erst mal abgewendet. Und sie sind nicht in der Lage ihren Katalog so zu pflegen, dass keine Phantom-Items darin auftauchen, weil irgendwann mal irgendwer was von einem auf einen anderen Standort umgebucht hat?

Setzen, sechs. Das kann ja sogar ich mit einer FileMaker-Datenbank besser.

Und weil ich mich bei der Gelegenheit ausführlich umgesehen habe, werde ich in den kommenden Monaten auch Kurzbeschreibungen der einzelnen Bücherhallen in Hamburg schreiben. — Stay tuned.

Retro

April 10, 2010 under Fotografie

Neulich aufgeschnappt:

Fernsprechapparat (by foodfreak.de)

Spirale

März 18, 2010 under Fotografie

Heute im Zürich-Haus fotografiert:

Zuerichhaus-Treppe-Spirale

Ist übrigens nicht schwarz-weiss, sondern Originalfarbe (true-color) :-)

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Ein besonderes Webradio: ByteFM

Juli 6, 2009 under Musik

Heute möchte ich einen reinen Web-Radiosender vorstellen, und das gleich aus drei Gründen.

Der erste ist der (für mich) unwichtigste: ByteFM wurde vor kurzem mit dem Grimme-Online-Award 2009 ausgezeichnet.

In der Kategorie SPEZIAL erhält das Webradio “ByteFM” einen Grimme Online Award. “Ein klassisches Web-Radio”, so die Jury, “das vor allem durch das inhaltliche Konzept besticht.” Diese Entscheidung würdigt auch, dass fast zehn Millionen Online-Nutzer in Deutschland mittlerweile Radio im Netz hören. “Hier finden Musikliebhaber ein Programm abseits des Mainstreams, eingebettet in eine fachkundige redaktionelle Begleitung.”

Genau das ist der für mich sehr viel wesentlichere Anlass, über ByteFM zu sprechen.

ByteFM ist für mich das, was Radio hören attraktiv gemacht hat – Spartenradio, mit Spartensendungen, mit Moderatoren die nicht von Alpha-Playlists und den Interessen der Werbekunden vorgeschrieben bekommen, was sie wie bringen dürfen, sondern handverlesenes Radio wie in der guten alten Zeit machen – nur volldigital.

Als für mich ausschlaggebendes Beispiel sei dabei die Sendung Kramladen genannt, alle zwei Wochen donnerstags am Abend bei ByteFM zu hören – ich bin mit Volkers Kramladen bei hr3 gross geworden, fast ein Vierteljahrhundert hat mich diese im besten Sinne musikjournalistisch gemachte Sendung begleitet und begeistert, und nun, da jemand wie Volker Rebell nicht mehr in die schöne neue Mainstreamwelt des öffentlich-rechtlich austauschbaren Popgedudels passt, hat er zu meiner großen Freude zum alten Sendezeitpunkt an neuer Stelle eine neue Heimat gefunden – danke ByteFM, danke Volker!

Aber nicht nur Nostalgiker finden hier Musik, sondern quer durch Genres und Stile setzt sich das Programm des Web-Senders aus thematischen Sendungen zusammen, von der Konzertvorschau bis zur Elektronik.

Der dritte und mich auch ein klein wenig froh stimmende Punkt ist, dass das Projekt ByteFM in meiner Heimat Hamburg angesiedelt ist, im Medienbunker am Heiligengeistfeld.

Das komplette Sendeschema gibt es hier – es lohnt sich reinzuhören und Neues zu entdecken.

Explore. Dream. Discover.

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Atemmasken für alle

September 29, 2007 under Politik

Schon Donnerstag, als das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes zur Feinstaubproblematik die Runde machte, sah ich meinen Mann an und meinte: “Und jetzt? Gibt die Stadt Hamburg für die Anwohner des Ring 2 Atemschutzmasken aus?”

Heute in der taz nochmal zu lesen:

Jetzt ist klar, dass jeder betroffene Bürger von seiner Gemeinde Schutz vor Feinstaub einfordern kann. (…) Das Bundesverwaltungsgericht hat gesagt, dass die weiträumige Umleitung des Schwerlastverkehrs geeignet wäre. Weniger gravierende Eingriffe, etwa Fahrverbote für Autos ohne Partikelfilter, sind dann erst recht geeignet. Diese werden dann nicht nur für besonders belastete Straßen gelten, in denen die Kläger wohnen, sondern weiträumig.

Ich wohne nicht weit vom Ring 2, nicht weit von einer der Stellen an denen in Hamburg regelmäßig rekordverdächtige Feinstaubmengen in der Luft gemessen werden. Und ich frage mich, wie sich das Jürgen Resch, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, der diese Sätze im taz-Interview von sich gegeben hat, dann im Klartext vorstellt…

Den Schwerverkehr weiträumig umleiten? Um Hamburg herum? Es gibt nur zwei, wenn man Geesthacht mitrechnet drei Elbquerungen von der Elbmündung bis Dömitz, eine europäische Hauptverkehrsader zieht sich mit der A7 durch Hamburg, ein Welthafen und der zweitgrösste Frachtumschlagplatz Europas wollen bedient werden, und eine Metropolregion mit rund 2 Millionen Einwohnern muss zur Arbeit und mit Lebensmitteln versorgt werden. Es gibt keine Alternativen zu Elbtunnel und Elbbrücken, und aufgrund der Infrastruktur der Hansestadt auch keine Alternative zum Ring 2. Ein Fahrverbot auf dem Ring 2 wäre identisch mit einem totalen Verkehrskollaps.

Tut es der Luft in Hamburg gut wenn wir die Schmutzverursacher einfach woanders lang schicken wo sie stundenlange Staus verursachen?
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