Akquise oder wie man es nicht macht

Dezember 17, 2009 under Allgemein

Gerade in meiner Inbox (Unternehmen anonymisiert):

Hallo,

mein Name ist [Vorname Name] von der [Web2.0-Buzzword]-Agentur [Agenturname]. [Agenturname] hat sich auf digitale Brand-Aktivierung und besonders das so genannte User-Driven Marketing spezialisiert. Dafür verbreiten wir für unsere Kunden interessante, lustige, spannende Videos im Internet (Beispiele: http://xxxx./xxxxx.php).

Im Zuge des Ausbaus unseres internationalen Publisher-Netzwerkes suchen wir derzeit Partner in kontextuellen Umfeldern, genauer: Experten-Seiten im Bereich Food, auf denen wir passende Videos platzieren können. Bei der Recherche sind wir natürlich auch auf Ihre Seite gestoßen. Deshalb meine generelle Anfrage: Hätten Sie Interesse, themenbezogene virale Kampagnen gegen Vergütung auf xxxx.com einzubinden?

Sollte Interesse bestehen, freue ich mich, weitere Details zu besprechen!

Beste Grüße,
[Vorname Name]

“Im Zuge des Ausbaus unseres internationalen Publisher-Netzwerkes suchen wir derzeit Partner in kontextuellen Umfeldern” – hat eigentlich niemand mal diesen Marketingfritzen erklärt, was lesbares Deutsch ist?

Ich bin der deutschen Sprache wirklich mächtig, aber ich habe 3 Anläufe gebraucht bis ich durchgeblickt habe wer wem hier was und wofür anbietet und bezahlt. Wenn ich einem Kunden irgendwas verkaufen will – und auch wenn ich derjenige wäre der hier Geld dafür bekäme dass andere mein Blog als Werbeplattform benutzen, bin ich erst mal der Kunde von dem sie was wollen – dann sollte man mir auch verkaufen können, was ich davon habe wenn ich für den Laden Werbung schalte. Und ganz bestimmt will ich keine Buzzword-Broschüren-Selbstdarstellung lesen, die sich über zwei Absätze erstreckt und in schlimmstem Management-Blasen-Speak formuliert ist.

Wer nicht mal ein Akquise-Anschreiben ansprechend texten kann, sollte vielleicht jemanden damit beauftragen, der sich mit sowas auskennt. Ich vermittle gern ein paar Kontakte. Das Tüpfelchen auf dem i: abgesehen davon dass man sich nicht mal die Mühe gemacht hat, meinen Namen und mein Geschlecht aus dem Impressum meines Blogs zu eruieren, gehört auch die hier genannte Domain nicht mir. (Vielleicht hätte ich dann auch eher verstanden was man von mir wollte, wäre es meine Domain gewesen und nicht die anderer Leute.) Das kommt davon wenn man Serienmails per copy&paste produziert.

Tja. So nicht.

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Unternehmenskommunikation per Mail

Februar 24, 2009 under Allgemein

Auf meiner Mailadresse für das Foodfreak-Blog erreichte mich gestern eine Mail die folgendermassen ausah:

Von: xxx.xxxxx@xxxxxx.de
Betreff: WG:
Datum: 23. Februar 2009 13:42:57 MEZ
An: (mich)

______________________________________________
Von: xxx xxxxx [mailto:xxx.xxxxx@xxxxxx.de]
Gesendet: Montag, 23. Februar 2009 13:37
An: ‘yyy@yyyyy.de’
Betreff:

XXXXX GmbH
XXX XXXXX

fon: +49 (0) xxxx / xxxxx
fax: +49 (0) xxxx / xxxxx

mail: xxx.xxxxx@xxxxxx.de

Wir sind umgezogen:
XXXXX GmbH
XXXXX Straße 1
D-XXXXX XXXXX
www.xxxxx.de

__________________________________________________

Geschäftsführerin: XXXXX XXXXX

Amtsgericht (Ort) (xxxxxx)
DE-005 Öko-Kontrollstelle / (Kennziffer)
Ust-IdNr.: DE (Kennziffer)
Guten Tag,

wir sind im Herbst 2008 umgezogen und bitten Sie auf der Internetseite die Kontaktdaten zu ändern.

XXXXXX
XXXXXX – Geschäftsführerin
XXXXX GmbH
XXXXX Straße 1
D-XXXXX XXXXX

info@xxxxx.de
www.xxxxx.de

Ich bitte um eine Rückantwort und verbleibe mit freundl.Gruß

i.A. (3. Person mit anderem Namen)

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Virus checked by G DATA AntiVirusKit
Version: AVF 19.268 from 22.02.2009

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Virus checked by G DATA AntiVirusKit
Version: AVF 19.268 from 22.02.2009

Ein paar unsinnige Leerzeilen dazwischen habe ich getilgt.

Normalerweise landen bei mir Mails mit Betreffs wie “WG:” schon automatisch im Papierkorb. Trotzdem warf ich aus unerfindlichen Gründen einen Blick in die Mail…

Fassen wir das mal kurz zusammen.
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